12 Mai

Herzlichen Glückwunsch, Schulpreisschulen!

https://www.deutscher-schulpreis.de/aktuelles-wettbewerbsjahr

Schulentwicklung geschieht von innen, braucht aber auch Anregungen!

Mit gespannten Gesichtern saßen am Montag die Abordnungen der Schulen an ihren digitalen Endgeräten, die es in die Endrunde des deutschen Schulpreises geschafft hatten. Auf Distanz, wie es die Pandemie verlangt, doch gefühlt als Team. Eine großartige gemeinsame Leistung!

Im-Corona-Jahr lobt die Akademie des deutschen Schulpreises keinen ersten Preis aus. Das halten wir für eine gute Entwicklung. Eine Schule zur besten Schule Deutschlands zu küren, ist exklusives Denken – so wie jeder Wettbewerb, der ohne Goldmedaille nicht auskommt, exklusiv ist. Einem zeitgemäßen Bildungsbegriff entspricht es nicht, erster sein zu wollen und sich dadurch von allen anderen Mitbewerbenden zu unterscheiden. Einem zeitgemäßen Bildungsbegriff entspricht es, kompetent zu werden und dafür im sozialen Umfeld Bestärkung zu erfahren.

In diesem Jahr lobt die Akademie acht gleichrangige Preise in unterschiedlichen Qualitätsbereichen von Schule aus. Die Preisträgerschulen erbringen in ihrem Bereich besonders beeindruckende Leistungen. Ein Leistungsvergleich der Schulen untereinander erfolgt nicht. Acht Leuchttürme, jeweils in ihrem Bereich. Ein schönes Wettbewerbs-Ergebnis!

Wir freuen uns dabei besonders über den Erfolg einer Schule – ohne zu verraten, um welche es sich dabei handelt. An diesem Erfolg sind wir auch ein bisschen beteiligt. Ein Mitglied unseres Beratungsteams hat die Schule in den Startjahren schulentwicklerisch begleitet.

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28 Apr

Die Klimakrise als Treiber für nachhaltige und partizipative Bildung

Heute freuen wir uns über einen Beitrag von Petra Eckhoff von parto, unserem Partner mit dem schönen Motto: Vom Wollen zum Handeln – Zukünfte in Fluss bringen.

Aber hallo! Was sollten Pädagogen anderes wollen! Und hier erfahren Sie nun endlich von vielen Wegen, sich beim In-Fluss-bringen zu vernetzen, helfen zu lassen und Mitgestalter*innen zu gewinnen!

Beitrag von Petra Eickhoff aus Köln

Die Klimakrise ist für viele Menschen im Globalen Süden bereits jetzt lebensbedrohliche Realität. Gerade die junge Generation wird überall auf dieser Welt die Folgen des Klimawandels umso stärker spüren, je weniger jetzt unternommen wird. Vorausschauendes Denken, Empathie, Kreativität, ein beherzter Umgang mit Herausforderungen – das alles sind Kompetenzen, die Menschen jetzt und in Zukunft benötigen, um in einer Welt zunehmender Unsicherheit, Komplexität und Widersprüchlichkeit bestehen zu können.

Mit Greta Thunberg hat sich seit 2018 die Fridays-for-Future-Bewegung formiert. Sie hat auch mich und viele andere Menschen in meinem Umfeld nachhaltig aufgerüttelt. Gemeinsam in einem Team von Schulbegleiter/innen entwickelten wir den »Open Friday«, um Schulen zu unterstützen, die berechtigten Forderungen der Kinder und Jugendlichen nach einer lebenswerten Zukunft ernst zu nehmen und als Lernfeld für die Schulgemeinschaft zu nutzen. Hier setzt das »¡Change School!«-Konzept an. Unsicherheiten im Umgang mit den drohenden Klima-Umbrüchen, bestehende Nachhaltigkeitsdilemmata und aufeinanderprallende Interessenlagen können dafür sorgen, dass Jugendliche im eigenen Handeln entmutigt anstatt befähigt werden.

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25 Apr

Brief eines frustrierten Beraters an einen Redakteur

Lieber Herr Spiewak! Helfen Sie uns, den Knoten zu lösen!

Seit einem Jahr versuchen wir, die Mitarbeitenden des IfpB, eine Botschaft publik zu machen, wie Hybridunterricht erfolgreicher und entspannter ablaufen kann als wir es an vielen Schulen sehen. Manche solcher Botschaften müssen in die breite Öffentlichkeit, damit sie die Menschen erreichen, für die sie wichtig sind, denn wir glauben, dass diese im Wissen der Botschaft andere pädagogische Entscheidungen treffen würden. Das schaffen wir als Beratungsinstitut nicht. Wir brauchen da Verbündete. Einer unserer Mitarbeitenden wendet sich in einem Schreiben an einen Redakteur der ZEIT:

„Lieber Herr Spiewak,

Sie sind mein Lieblingsredakteur der ZEIT, denn Sie haben sich seinerzeit als Lernender mit der Frage auseinander gesetzt, ob Journalisten nicht nur Missstände zur Sprache bringen, sondern auch über konstruktive Wege zur Überwindung von Missständen berichten sollten.

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13 Apr

Eindrücklichstes Ferienerlebnis

Unser Berater philosophiert heute über das Osterferienende, über das besondere Ferienende durch Corona und ganz besondere Ferienenden durch besonders gedankenlose Lehrer*innen – das war dann natürlich so ziemlich früher…

Die Beratungstätigkeit des IfpB ebbt mit Ferienbeginn ab und steigt gegen Ende wieder an, Osterferienende. Die Testung aller Beteiligten wird zur Pflichtaufgabe von Schule. Das ist in erster Linie eine Herausforderung einer pädagogischen Gestaltung des Prozesses. Organisation sollte Pädagogik folgen – nicht umgekehrt. Tatsächlich erleben wir es, dass Schulleiter*innen zu solchen Fragen Beratung einholen. Allerdings nur als Ausnahme von der Regel.

Wie versetzt die Schule die Kinder in die Lage, Corona-Selbsttests wirksam durchzuführen? Viele Schulleitungen denken von der Organisation her, nicht aber vom Lernen und Können der Betroffenen. Es gibt aber auch Schulleitungen, die die Herausforderung als pädagogisches Problem auffassen. Pädagogisches Denken zeigt hier verblüffende Lösungen und öffnet ungeahnte Handlungsoptionen.

Aber davon soll hier nur am Rande die Rede sein. Auch unsere Beratungspersonen brauchen Ferien. Raus aus dem Alltag. Dinge erleben, die man im normalen Hamsterrad nicht erlebt. Und hinterher, wenn es weiter geht, die Gelegenheit, davon zu erzählen.

Ein Berater aus unserer Gruppe erinnert sich. Als Kind musste er einen Aufsatz schreiben: „Mein schönstes Ferienerlebnis.“

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27 Mrz

Pädagogik der Gegenwart in Bus&Bahn

Mal anders über die Zukunft unserer Fortbewegung nachgedacht...

Die Beratungstätigkeit ist für uns Mitglieder des IfpB natürlich nur eine von vielen Elementen unseres Lebens. Wir machen Beobachtungen in der Gegenwart, besuchen zum Beispiel Blumengeschäfte (26.2.2021, Homeschooling bei der Blumenfee), engagieren uns in der Zivilgesellschaft – etwas Pädagogik ist dabei immer im Spiel – unvermeidlich und offenbar eine Frage des Blickwinkels. Beispielsweise bei der Teilnahme eines Mitglieds unserer Beratenden-Gruppe am digitalen ÖffiCON-Kongress „Nahverkehr neu denken“ am vergangenen Wochenende.

Bus & Bahn – was haben die mit Pädagogik zu tun? Mit Gegenwart – o.k., das sicherlich. Die Verkehrswende hin zum Umweltverbund, die Stärkung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs ist zweifelsohne eines der wichtigen Transformationsvorhaben zum Klimawandel. Der Sektor Verkehr/Mobilität zeigt bisher wenig Neigung, zum zwingenden Rückgang fossilen CO2-Ausstoßes beizutragen.

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11 Mrz

Haltung und Heterogenität

Achtung Praxis! Heute haben wir etwas Besonderes für Sie: Eine Impression aus dem Distanzlernen in der harten Lockdownzeit in einer jahrgangsgemischten (1+2) Grundschulklasse.

Nicht jede*r ein Einstein, aber eben doch auf eigene Weise

Eine Lehrkraft hat uns diesen Beitrag geschickt. Es sind zwei Beispiele für Schüler*innenlösungen beim Freien Schreiben. Die beiden Texte sind in ihrer großen Unterschiedlichkeit ein schönes Beispiel für die Vielfalt in der Gruppe und aus unserer Sicht auch ein ganz besonderes Beispiel für die Haltung dieser Lehrkraft: Die großen Unterschiede annehmen, das gemeinsame Lernen in der jahrgangsgemischten Gruppe als lebendig, spannend, effektiv wahrnehmen und aus dieser Denkweise die Vorteile gemeinsamen Lernens ziehen… Die Lehrkraft betont, dass auch für sie selber als Lehrende die Heterogenität der Gruppe eine Quelle der Inspiration ist.

Und wir wünschen uns, dass in vielen deutschen Schulstuben dieser Geist von Empathie, gemischt mit dem Wissen um die würdevolle Einzigartigkeit von Kindern walten würde!

Bühne frei für zwei Grundschüler-Texte. Freies Schreiben einer Hundegeschichte im Haustierprojekt, Anregung über Bilder, hier zwei Ergebnisse, die die Vielfalt im Schreiben und die Heterogenität der Gruppe wunderbar zeigen…

  1. Der neue Freund
    Autorin: ein Mädchen im 2. Jg
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03 Mrz

Mind the gap

Jetzt aufpassen, dass nichts verloren geht!

“Mind the gap between platform and train!“ Wer kennt sie nicht, die Automatenstimme der Londoner U-Bahn, inzwischen in vielen Sprachen kopiert, Weckruf für jeden, der sich um Inklusion bemüht? Daran denke ich unwillkürlich, wenn ich Schulen pädagogisch berate, die sehnsüchtig darauf warten, dass Schüler*innen wieder ins Schulhaus strömen. Wo wir beraten, klappt das digitale Lernen auf Distanz inzwischen ganz gut. Zunehmend überwinden die Lernenden im Homeschooling erst die technischen (zu Datenschutz und digitalem Lernen der aktuelle ZEIT-Artikel), dann die mentalen Barrieren und kommen mittels der digitalen Werkzeuge der Kommunikation in Kontakt – mit ihren Peers beim Lernen und mit ihren Lehrpersonen.

Nun erfahren unsere Schulen, dass Digitalität beim Gestalten von Lernen nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile hat.

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26 Feb

Homeschooling bei der Blumenfee

Unsere Beraterin geht heute Blumenkaufen (in Niedersachsen geht das wieder). Zur Grundschule gegenüber bringen wenige Eltern ihre Kinder, fahren schnell weiter, winken hektisch. Notbetreuung. Die Schulen machen das und zum Teil Wechselunterricht, hauptsächlich aber ist Homeschooling angesagt. Die Beraterin denkt an die Mutter, die vor vielen Jahren ihr Kind sozusagen „under cover“ an einer Ganztagsschule anmeldet. Sie fürchtete das Gerede der Nachbarn, will aber wieder berufstätig sein . Das ist ja wohl nicht mehr so. Aber: Was machen im Moment alle die berufstätigen Frauen und Männer, die ihr Kind den ganzen Tag zu Hause haben? Die Hauptlast tragen wieder die Frauen, hört die Beraterin einen Politiker reden und denkt etwas zynisch: Die sind gerade von den Nachhilfelehrerinnen der Nation zu Haupt-Lehrerinnen aufgestiegen. Und sind abhängig davon, wie die Schulen ihren Job machen. Ob sie die Kinder anleiten, sich gegenseitig zu helfen, ob die Schüler*innen Feedback von ihren Lehrpersonen bekommen, der soziale Zusammenhalt gepflegt wird.Ach, auf uns hört ja grad wieder keiner, denkt die Beraterin etwas resigniert und selbstironisch.

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22 Feb

Sozialpädagogik meets Schulpädagogik

Freundlichkeit hinter Meeting-Kacheln
Unser Schulentwicklungsberater ist heute digital zu Gast bei Lehrenden der Sozialpädagogik, Hauptreferat: Dietrich Benner

Wir, das IfpB, sind eine professionelle Lerngemeinschaft von Pädagogik-Treibenden aus verschiedenen Sparten. Bei unserer Teamarbeit gucken wir dabei gerne mal in den Kochtopf der anderen. Spannend! Ich arbeite, als gelernte Lehrkraft und Organisationsentwickler, im Sektor der Schulpädagogik. Ein Kollege beackert das Feld der Schulpädagogik. Als Technik-Support unterstütze ich ihn bei der digitalen Durchführung einer Konferenz von Lehrenden der Sozialpädagogik.

Das Hauptreferat hält Dietrich Benner. Herrn Benner kenne ich schon seit Studientagen und aus  Vorhaben der Schulentwicklung im Lande. Ich schätze ihn total, diesen redegewandten und absolut freundlichen älteren Herrn. So wie er möchte ich auch mal werden, wenn ich alt bin. Er hat sich sehr verdient gemacht durch sein Engagement für die echte Integration von Schul- und von Sozialpädagogik-Kräften im schulischen Alltag. Das Modellprojekt dazu war die Wartburg-Grundschule in Münster, vor einem Jahrzehnt Trägerin des deutschen Schulpreises.

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13 Feb

Eine Frage des Blickwinkels

Unser Schulentwicklungsberater hat ferngesehen. ARD-Brennpunkt! Nun ist er ein bisschen böse und möchte Ihnen sagen: Glauben Sie das nicht! Distanzunterricht ist wie Präsenzunterricht eine Frage der Einstellung. Wir brauchen schülerzentrierte Lernformen – hier wie dort.

Der Tenor der Sendung: „Distanzunterricht klappt nicht. Gerade die Bildungsfernen werden abgehängt. Daher müssen alle Schüler*innen dringend wieder zurück ins Schulhaus. Schule, du heile Bildungsanstalt, alle vermissen dich!“ Das wollte die ARD im Brennpunkt am Mittwoch nach dem Tagen der Bund-Länder-Kommission beweisen. Der Versuch ist komplett missglückt!

Gezeigt wurde eine Realschul-Lehrkraft. Inkognito, das Gesicht verpixelt, mit nachgesprochener Stimme. Angeblich, damit sie keinen Ärger mit ihrer Schulaufsicht bekommt. Das klassische Klischee: Eine Ohrfeige für jede engagiert arbeitende Beamtin in der Behörde, die die Lehrkraft für ihren Einsatz sicherlich gelobt hätte. Was soll das – ARD?

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